Verbände und Politik

Politische Interessenvertretung ist eine Kernaufgabe von Verbänden. Als gebündelte Interessenvertretung ihrer Mitglieder sind sie bevorzugte Gesprächspartner der politischen Entscheider.

Verbände fassen einzelne Interessen und Forderungen zusammen und komprimieren diese zu einheitlichen Zielen. Sie selektieren die Interessen, die bei den Mitgliedern mehrheitsfähig sind und als durchsetzbare Forderungen erachtet werden. Durch die Artikulation dieser Forderungen gegenüber politischen Entscheidungssystemen werden diese öffentlich. Erst durch die Interessenartikulation können sich Verbände in das politische System integrieren, und auch über Wahlentscheidungen hinaus an der politischen Willensbildung partizipieren. Dabei trägt die Rückbindung politischer Entscheidungen an die Forderungen von Verbänden zur demokratischen Legitimation von Politik bei.

Verbände können ihre spezifischen Vorteile in der Interessenvertretung aber nur nutzen, wenn sie für die Politik greifbar sind. Dazu gehören persönliche Präsenz und räumliche Nähe zu den Entscheidern. Gerade im Zeitalter zunehmender Digitalisierung der Kommunikation gewinnen persönliche Kontakte eine besondere Bedeutung, wächst die Bedeutung von Vertrauen. Eine dauerhafte Präsenz in Berlin gehört daher zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im Lobbying von Verbänden.

Quelle: Eigene Darstellung nach Straßner, Alexander (2006): Funktionen von Verbänden in der modernen Gesellschaft, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 15-16/2006.

Mit einem Hauptstadtbüro unterstreichen Verbände ihr nachhaltiges Interesse am Dialog mit der Politik und werden für politische Entscheider sichtbar. Gegenüber Entscheidern nach außen dialogfähig, dokumentieren sie damit nach innen gegenüber ihren Mitgliedern die professionelle Vertretung von deren Interessen. Durch die Beobachtung politischer Prozesse vor Ort sichern sich Verbände einen Informationsvorsprung, und schaffen zudem die Grundlage für die Beantragung eines Hausausweises im Deutschen Bundestag. Dazu heißt es in einer Information der Zentralen Ausweisstelle des Deutschen Bundestages vom 18. Februar 2016:

"Verbände, die in der im Bundesanzeiger veröffentlichten Liste eingetragen sind und eine ständige Repräsentanz am Sitz des Deutschen Bundestages in Berlin unterhalten, können bei der Zentralen Ausweisstelle [...] einen personalisierten Bundestagsausweis für ihre Interessenvertreter beantragen."

Hauptstadtbüro

Als Dienstleister bieten wir Verbänden die Möglichkeit, in Berlin eine professionelle
und dauerhafte Hauptstadtrepräsentanz zu führen.

Unsere Leistungen

  • Führung Ihrer Repräsentanz in Berlin
  • Individuelle Anschrift „Unter den Linden 10“ und persönliche Telefonnummer
  • Türschild im Eingangsbereich
  • Bearbeitung Ihrer Post und Anrufe
  • Nach Bedarf flexible Buchung repräsentativer Büro- und Konferenzräume
  • Auf Wunsch Monitoring relevanter Gesetzgebungsverfahren und Prozesse, Besuch von Veranstaltungen und Berichte

Politisches Monitoring

Monitoring bezeichnet die systematische Beobachtung politischer Entwicklungen im Interessengebiet eines Verbandes. Wir führen ein individuell gestaltetes Monitoring durch und informieren tagesaktuell über relevante Entwicklungen.

Neben den Institutionen der Exekutive und Legislative behalten wir dabei auch das "politische Umfeld" in Berlin und darüber hinaus im Blick. Neben offiziellen Gesetzgebungsprozessen beobachten wir politische Diskussionen, Veranstaltungen etc. und filtern die für Sie wichtigen Informationen. Dabei steht das politische Geschehen auf der Ebene von Bund, Ländern und Europäischer Union im Fokus.

Erfahrung und Kompetenz

Dr. Hubert Koch M.A. ist geschäftsführender Gesellschafter. Seit 2000 ist er in Berlin als Inhaber einer Agentur für Public Affairs, Lobbying und Kommunikation tätig und verfügt über ausgewiesene Erfahrung im Bereich Politikberatung.

Dr. Koch unterhält ein breites Netzwerk an Kontakten in Ministerien, im Deutschen Bundestag und in Organisationen und Verbänden. Er ist langjähriges Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM), und ist beim Deutschen Bundestag, bei der Europäischen Kommission und beim Europäischen Parlament als Interessenvertreter registriert. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung de'ge'pol verpflichtet sich Dr. Koch zur Einhaltung professioneller und ethischer Standards bei der Interessenvertretung.

Dr. phil. Hubert Koch M.A.

Vertretende Verbände


Aktuelles

19.08.2016

Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: spannender September mit Blick auf die Bundestagswahlen 2017

Am 4. September wählt Mecklenburg-Vorpommern ein neues Landesparlament. Zwei Wochen später, am 18. September, gehen die Berliner Bürger an die Urnen. Diese mit Spannung erwarteten Wahlen auf Landesebene gelten im politischen Berlin als wichtiger Prüfstein vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen im Mai und den Bundestagswahlen, die Mitte September 2017 anstehen. Die Bundesregierung dürfte die Wahlen aufmerksam verfolgen, denn in beiden Ländern sind CDU und SPD in der Regierungsverantwortung. Die beiden Landesoberhäupter Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) und Michale Müller (Berlin) werden jeweils von der SPD gestellt. Einer Umfrage des Forschungsinstituts INSA zufolge würde die Alternative für Deutschland in Deutschlands Nord-Osten auf knapp ein Fünftel der Stimmen kommen, während die SPD knapp 10 Prozentpunkte verlieren und um ihre Position als stärkste Kraft vor der CDU bangen müsste. Für Berlin sieht die INSA-Umfrage die SPD ebenfalls mit Einbußen, aber noch an der Spitze vor den Grünen mit 19 Prozent und der CDU mit 18 Prozent. Für die FDP, die derzeit in beiden Landtagen nicht vertreten ist, wäre ein Wiedereinzug eine Bestätigung des Reformkurses der neuen Parteiführung. Während die Liberalen in Mecklenburg-Vorpommern bei 4 und in Berlin bei 5 Prozent gesehen werden, scheinen die Piraten in beiden Ländern schlechte Chancen zu haben.

Verbände sind gut beraten, die politischen Entwicklungen in diesen Bundesländern aufgrund ihrer Signalwirkung für die Bundestagswahlkämpfe der Parteien, die momentan vorbereitet werden, aufmerksam beobachten. 

04.07.2016

In seiner Funktion als Hauptstadtrepräsentant des Verbands Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) organisierte Dr. Hubert Koch ein Treffen mit Iris Gleicke MdB,  Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus. In dem Gespräch tauschten sich Verbandspräsident Dirk Gerdom, Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl sowie Hauptstadtrepräsentant Dr. Hubert Koch mit der Staatssekretärin über aktuelle politische Themen des VDR aus.

13.05.2016

Jetzt anmelden zum Praxislehrgang: Der Lobbying-Beauftragte im Verband

Der Lehrgang von Dr. Hubert Koch in Kooperation mit der DGVM Akademie findet vom 23.-25.08.2016 in Berlin statt. Anhand praktischer Anwendungsbeispiele vertiefen die Teilnehmer ihre Kenntnisse im Bereich der politischen Interessenvertretung und lernen die optimalen Instrumente für die Umsetzung ihrer erfolgreichen Lobbying-Strategie kennen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der DGVM Akademie.

20.04.2016

Kommende Veranstaltung: Dr. Hubert Koch auf dem 15. Deutschen Verbände Kongress

Vom 25.-26. April 2016 findet der 15. Deutsche Verbände Kongress in Düsseldorf statt. Dr. Hubert Koch, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Koch Hauptstadtbüros, wird in diesem Jahr in zwei Formate eingebunden sein: er wird einen Round-Table zum Thema Lobby Coaching führen und moderieren sowie einen Vortrag zu den Veränderungen in der EU und Auswirkungen auf das Verbandslobbying halten. Dr. Koch und seine Mitarbeiter kommen mit Ihnen im Rahmen dieser Veranstaltungen oder außerhalb der Vorträge gerne ins Gespräch und beantworten Ihre Fragen zu Lobbying und verbandlicher Interessenvertretung.  

Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier

Das Team der Dr. Koch Hauptstadtbüros freut sich auf interessante Redner, gute Gespräche und neue Impulse auf dem 15. Deutschen Verbände Kongress! 

15.03.2016

Hauptstadtbüro organisiert Besuch der Ausschussvorsitzenden
auf internationaler Tourismusmesse ITB

Am 09.03.2016 besuchte Heike Brehmer MdB, Vorsitzende des Ausschusses des Deutschen Bundestages für Tourismus und Mitglied der CDU/CSU Fraktion, die Internationale Tourismusbörse ITB in Berlin. Die ITB gilt als Leitmesse der internationalen Reisebranche. Frau Brehmer machte auch am Stand des VDR Verband Deutsches Reisemanagement e.V. halt und informierte sich beim Präsidenten und Hauptgeschäftsführer die Tätigkeiten des Verbands.

Im Bild zu sehen sind von links nach rechts: Hans-Ingo Biehl, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Präsidiums des VDR, Heike Brehmer MdB, Dirk Gerdom, Präsident des VDR, und Dr. phil. Hubert Koch M. A., geschäftsführender Gesellschafter der Hauptstadtbüros.

02.03.2016

Verbände mit privilegiertem Zugang zum Bundestag

Ältestenrat beschließt neue Regelung über personalisierte Bundestagsausweise

Mit seinem Beschluss vom 18. Februar 2016 hat der der Ältestenrat die Zugangsvoraussetzungen für Lobbyisten zum Bundestag neu geregelt. Ab sofort können nur noch Interessenvertreter von Verbänden, die in der im Bundesanzeiger veröffentlichten Liste eingetragen sind, bei der Zentralen Ausweisstelle einen personalisierten Bundestagsausweis beantragen. Die Beantragung erfolgt über die jeweiligen Vorsitzenden bzw. deren Stellvertreter. Voraussetzung hierfür sind die Unterhaltung einer ständigen Repräsentanz am Sitz des Deutschen Bundestages in Berlin, sowie der Nachweis über das Erfordernis eines solchen Ausweises. Als Begründung kann beispielsweise der regelmäßige Besuch des Bundestags, insbesondere während der Sitzungswochen, angeführt werden. Pro Verband können maximal zwei Ausweise ausgestellt werden - die Vergabe zusätzlicher Besucherausweise in Form eines Tagesausweises an der Pforte ist am jeweiligen Tag jedoch nach wie vor möglich.

Unternehmen und sonstige Organisationen können zukünftig keine personalisierten Ausweise mehr beantragen. Verbände haben damit klar Vorrang vor anderen Interessenvertretern. Dies kann als deutliches Bekenntnis des Ältestenrates zur Einbeziehung der Verbände in den Gesetzgebungsprozess sowie der demokratischen Legitimation ihrer Interessenvertretung gewertet werden.
Dem Beschluss vorausgegangen waren Klagen der Organisation LobbyControl und des Tagesspiegels, die der Bundestagsverwaltung mangelnde Transparenz im Hinblick auf die Vergabe der Ausweise an Lobbyisten vorgeworfen hatten.

Kontakt

Für Anfragen und weitere Informationen steht Ihnen Lisa Schneider gerne zur Verfügung

Hauptstadtbüros der Verbände

Berlin
Unter den Linden 10
D-10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 - 80 09 32 300
Fax: +49 (0) 30 - 80 09 32 301

E-Mail: sekretariat@hauptstadtbueros.de
Web: www.hauptstadtbueros.de